Die bürgerliche Gesellschaft hat aus gutem Grund Gesetze erlassen, die Beleidigung, Verleumdung oder üble Nachrede unter Strafe stellen. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat berichtet, etwas ausführlicher die „Welt“. Jan Fleischhauer, 58, war dreißig Jahre Journalist beim Spiegel. Der Grenzwertezirkus hat ein neues Feindbild: Menschen, die nicht an die schlimmen Folgen des Feinstaubs glauben. Für die moderne Theorie ist nicht die Biologie, sondern der freie Wille entscheidend für die Geschlechtszugehörigkeit. Tatsächlich ist Trump genau das, ein radikaler Außenseiter. Allen, die von einem Bundeskanzler Robert Habeck träumen, kann ich nur empfehlen, sich im Ideenlabor Berlin umzusehen. Also wird an die Vorgesetzten appelliert, den Mann aus dem Verkehr zu ziehen. Der Durchschnittsdeutsche firmiert in diesem Milieu als „Kartoffel“, was man als Kartoffeldeutscher aber nicht persönlich nehmen sollte. Der baden-württembergische Pietismus ist eine Heimsuchung. Man spricht im progressiven Milieu vom „Homonationalismus“. Eine Erklärung wäre: Auch viele Richter sehen das Internet als fremde Welt, in der die etablierten Regeln des Zusammenlebens ihre Gültigkeit verloren haben. Der Mann steht einer Kulturorganisation vor, die staatliche Gelder an Künstler verteilt. Ich bin auch sofort bereit einzuräumen, dass rechte Schläger oft noch hemmungsloser vorgehen als linke. Es wurden 100000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung der Täter führen können, bislang ergebnislos. Was wie intelligente Satire klingt, spiegelt unterhaltsam den gut recherchierten, relativistischen und beliebigen Politalltag in Germany. In May 2012 Fleischhauer published his second book, with the title "Der schwarze Kanal – Was Sie schon immer von Linken ahnten, aber nie zu sagen wagten"(English: The Black Channel – What you always suspected from the left, but never dared to ask), a collection of slightly revised texts taken from the column at Spiegel-Online. Mich erinnert das Ganze an die unselige Zeit in den siebziger Jahren, als man sich daranmachte, Leute auszuheben, die angeblich mit der RAF und ihren Zielen sympathisierten. Also Schluss mit Cabuwazi! https://juergenfritz.com/2019/08/18/warum-geht-fleischhauer Aber mein Eindruck ist, dass Politikerinnen ihren männlichen Konkurrenten psychisch überlegen sind, jedenfalls diejenigen, die es nach ganz oben geschafft haben. Tourette ist diese eigenartige Krankheit, bei der die Betroffenen den unkontrollierbaren Zwang verspüren, Beleidigungen von sich zu geben oder anzügliche Gesten zu machen. Gibt es in der AfD Antisemiten? Wie gut, dass ich nur weiß und privilegiert bin. Ich fürchte, dass sich die Faustschläge, die sie ins Gesicht trafen, nicht sehr angeblich anfühlten. Das sagt mehr über den Zustand der SPD als jeder Parteitagsbeschluss. Also nicht mehr Dublin oder Palo Alto, sondern Hamburg oder Stuttgart. Das ist wie Tinnitus, nur dass ihn alle hören. Ich habe mir dadurch schon viel Ärger erspart. Der andere Grund, der für die SPD sprach, waren Leute an der Spitze, denen die Wähler zutrauten, das Schiff in schwerer See auf Kurs zu halten. Glaubt man Experten, tun allerdings immer mehr Menschen so, als ob sie Tourette hätten. Seine Kolumnen, die unter dem Titel »Der schwarze Kanal« erscheinen, gehören regelmäßig zu den meistgelesenen Meinungsartikeln in Deutschland. Wo alles zum Gesinnungstest wird, gerät jeder Auftritt zur Geste. Kunden könnten die Gewichtsangabe mit Kelvin und Gauß verwechseln oder mit der Abkürzung für „Kommanditgesellschaft“, was in jedem Fall eine Irreführung sei. In der Rhetorik spricht man von einem Oxymoron, der Verbindung von zwei sich eigentlich ausschließenden Teilen. Die Deutung des Digitalen ist ein prosperierender Geschäftszweig. Man hat Podien boykottiert und fleißig Blocklisten angelegt. Deutlich besser sieht es aus, wenn man auf einen türkischen oder arabischen Elternteil verweisen kann. von Jan Fleischhauer Kommentare 14 Nach achteinhalb Jahren, 438 Kolumnen und unzähligen Aufforderungen an die Chefredaktion, dem Autor zu kündigen, endet heute „Der schwarze Kanal“ auf SPIEGEL ONLINE. Ich glaube halt nur, dass man es mit der Unschuldsvermutung in eigener Sache übertreiben kann. Neugier gilt in diesen Kreisen, in denen Augstein verkehrt, nicht als Tugend, sondern als Ausdruck mangelnder Standfestigkeit. Vielleicht sind Frauen in der Spitzenpolitik aus härterem Holz geschnitzt. Für Greta Thunberg ist die Atomkraft eine Option. Oder man kann einen Feind, dem man schon lange einen verpassen wollte, mit einem flotten „Nie wieder“ ein Bein stellen. Von dem Entlassenen hört man nichts mehr. Was heißt das für die Bewegung, die sie als Prophetin verehrt? Weil Netzaktivisten wie Sascha Lobo einen Riesenzauber veranstalten, wenn jemand Hand an „ihr“ Netz legt. Was also hat er falsch gemacht, was ist sein Vergehen? Theoretisch strebt jede Minderheit danach, Anschluss an die Mehrheitsgesellschaft zu finden. Wer die mörderischen Monate der Kandidatenschau hinter sich gebracht hat, der hat bewiesen, dass ihn so schnell weder kleinere noch größere Krisen aus der Bahn werfen können. Ein freier Mitarbeiter des ZDF schreibt: „Adolf Hitler, für mich der Dieter Nuhr unter den Faschisten.“. Alle sind gleich, Europa-Beamte sind gleicher. Herzlich Willkommen zu unserem Test. Man wird mir entgegenhalten, dass bei Hasskriminalität im Netz das Verhältnis ganz anders aussehe. Als der Wanderzirkus Cabuwazi auf dem Tempelhofer Feld, einer riesigen Brache in der Mitte der Stadt, sein gelb-rotes Zelt errichtete, hieß es, das Zelt könne nicht stehen bleiben, da es der weiteren Bebauung Vorschub leiste. Jeder drückt sich hin und wieder ungeschickt aus. Kleiner Schönheitsfehler: Ausgerechnet die von der SPD favorisierte Europapolitik ist für den Irrsinn am Immobilienmarkt verantwortlich. Am Ende ist man gegen alle, die ein gutes Wort einlegen oder zur Mäßigung aufrufen. Der erste Schritt wäre, dass man dafür sorgt, dass für soziale Medien die gleichen Regeln zum Schutz des Persönlichkeitsrechts gelten wie für alle anderen Unternehmen, die mit Inhalten handeln. Keine Unterschriftenliste, auf der sich nicht der Name von Schauspielern, Bühnenbildnern oder Regisseuren findet, die im hohen Maße empört oder besorgt sind. Wer einen Leserbrief veröffentlicht, in dem eine Politikerin als „Drecksfotze“ bezeichnet wird, hat den Staatsanwalt in der Tür. Angeblich sind wir die Spitze der Zivilisation, aber ich ertappe ich mich immer öfter bei dem Gedanken, dass der dauernde Blick aufs Handy den zivilisatorischen Prozess umzukehren droht. Alle reden davon, wie wichtig Debatte sei. Andererseits: Niemand ist gezwungen, Fördermittel entgegenzunehmen. Der Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner, immerhin Vorsitzender des Rechtsausschusses, vermochte nach dem Anschlag in Halle nicht einmal zwei Tage stillzuhalten. Ich fand, dass es an der Zeit sei, einmal etwas Neues anzufangen. Dann steht in den Zeitungen, dass der Mann seinen Posten verloren habe. Aber eine Störung, bei der man von außergewöhnlichen Tics heimgesucht wird? 24 Prozent der Deutschen sagen, sie nutzten Facebook als Nachrichtenquelle, in den USA sind es 39 Prozent. Eine ganz andere Frage ist, inwieweit die neue Rechte für eine Tat wie den Angriff auf die Synagoge in Haftung genommen werden kann. Aber warum sollte sie auch? Alles, was es dafür von Facebook in Deutschland gibt, ist ein sogenannter Zustellungsbevollmächtigter. So etwas kommt von so etwas, lautet, kurz gesagt, die Verdächtigungsthese. Es ist eine deutsche Geschichte. Dennoch behauptet die Firmenspitze bis heute, der Konzern sei kein Medienunternehmen, sondern lediglich eine Art Super-Server, auf dem sich die Nutzer selbstständig frei bewegen und vergnügen würden. Außerdem halte ich mich an eine Regel, die lautet: Don’t drink and twitter. Herzlich Willkommen auf unserer Webpräsenz. Jedenfalls sind sie psychisch robuster, wie es scheint. Selbst Leute, die im privaten Umgang die reizendsten Personen sind, werden plötzlich zu Furien. Kein Amt lässt einen schneller altern. Kaum eine Veranstaltung, auf der nicht beteuert wird, dass Streit die Demokratie lebendig halte. Wer als über 40-Jähriger so tun muss, als sei er die jüngere Ausgabe von Rezo, hat die Kontrolle über sein Leben verloren, würde ich sagen. Nachdem es mit grünen Punkten, die sie für 145000 Euro aufs Pflaster malen ließ, nicht klappte, versuchte sie es mit sogenannten Parklets, einer Kombination aus Pflanze und Sitzmöbel. 2009 erschien der Bestseller »Unter Linken. Ich würde sagen, die Formulierung lässt alle möglichen Deutungen zu. Eine Journalistin, die darüber Klage führt, wie sehr Hate Speech überhandnehme, bezeichnet im selben Atemzug alle libertär denkenden Menschen als „Abfall“. Es heißt dann, man sei „privilegiert“. Aber schon ein Blick in führende linksliberale Zeitungen und Zeitschriften zeigt, dass auch Leute, die sich für aufgeklärt halten, stärkere Vorbehalte gegen Juden haben, als sie je zugeben könnten. Er spricht im Internet! Gemeint ist die Schicht von Leuten, die in den Medien, der Kultur und den Hochschulen dominierend sind, also genau dort, wo das rot-grüne Milieu besonders verankert ist. Wer den Schaden hat, braucht nicht auch noch den Spott dazu. Trotz der Tatsache, dass dieser Jan Fleischhauer Unter Linken unter Umständen im höheren Preissegment liegt, spiegelt sich der Preis definitiv in Puncto Langlebigkeit und Qualität wider. Es ist so etwas wie sein Markenzeichen: Der konservative Exot, der gerne, oft und erfolgreich provoziert. Immer mehr Menschen fällt es schwer, in der politischen Auseinandersetzung die Beherrschung zu behalten. Warum der Quoten-Feminismus in Wahrheit reaktionär ist. Wer nur noch hört, was ihm gefällt, glaubt auch nur noch, was er ohnehin schon weiß. Wer dem politischen Gegner am Zeug flicken will, muss nur laut „Nie wieder“ rufen. Wer zwei Menschen an die Spitze stellt, deren wesentliches Eignungskriterium ihre Nichtkenntnis und ihr Nichtwissen ist, der kann nicht mehr, und der will auch nichts mehr. Die Partei wolle nicht mehr von oben geführt werden, lautete der Satz, mit dem Walter- Borjans bei „Anne Will“ ein ums andere Mal den Vorhalt konterte, er und seine Partnerin hätten von dem, was auf sie zukomme, keine Ahnung. Sie stehen im Supermarkt und rufen unvermittelt „Arschloch“ oder „Wichser“. Deutsch spricht man bei Facebook nur, wenn man Anzeigen akquiriert beziehungsweise Werbekunden das Blaue vom Himmel verspricht. In der SPD sind sie jetzt deutlich weniger, aber dafür sind die Verbliebenen alles anständige Menschen, die noch morgens um drei fehlerlos aufsagen können, wofür die Abkürzung LGBTQIA steht oder was ein CIS-Mann ist. Dabei ist die Lösung zur Beendigung der Facebook-Anarchie viel einfacher, als viele denken. Die Juden in Deutschland hatten lange nicht mehr so viele Freunde wie derzeit. Es bleibt immer etwas, was man nicht loswird, sosehr man sich später auch bemühen mag.